Qualitätssicherung – IVG Zertifizierung
ivg-Produktzertifikate haben sich bewährt
Das ivg.Produktzertifikat bestätigt die Übereinstimmung der vom Hersteller in der CE Leistungserklärung angegebenen Werte mit den Werten einer freiwilligen Fremdüberwachung auf Basis der „Empfehlung für die Durchführung der Überwachung und Zertifizierung von Geotextilien, geotextilverwandten Produkten und Dichtungsbahnen, zugelassen nach dem europäischen Konformitätsnachweisverfahren System 2+“.
Das ivg.Produktzertifikat wird als eine der Baustoffeingangsprüfung gleichwertige Überwachung anerkannt. Mit Vorlage des ivg.Produktzertifikats entfällt die aufwändige Baustoffeingangsprüfung für den Geltungsbereich der ZTV E Stb.
Im Jahr 2025 wurden für 29 Antragsteller 339 ivg.Produktzertifikate erstellt.
Das freiwillige ivg.Produktzertifikat hat sich zu einer Standardanforderung entwickelt.

ZIEL
Das ivg.Produktzertifikat wird vom Industrieverband Geobaustoffe e.V. (IVG) in Verbindung mit der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) herausgegeben, um die vom Bauherrn verlangte Produktqualität von Geobaustoffen bei der Lieferung auf die Baustelle sicherzustellen.
Das ivg.Produktzertifikat bestätigt die Übereinstimmung der vom Hersteller in der CE Leistungserklärung angegebenen Werte mit den Werten einer freiwilligen Fremdüberwachung auf Basis der „Empfehlung für die Durchführung der Überwachung und Zertifizierung von Geotextilien, geotextilverwandten Produkten und Dichtungsbahnen, zugelassen nach dem europäischen Konformitätsnachweisverfahren System 2+“.
Das ivg.Produktzertifikat ist freiwillig.
DURCHFÜHRUNG
Eine zugelassene Prüfstelle führt die Prüfungen durch und eine akkreditierte Zertifizierungsstelle (z.B. KIWA, SKZ) erstellt das ivg.Produktzertifikat.
Gültige ivg.Produktzertifikate veröffentlichen wir auf unserer Homepage.
VORTEILE
Für den Lieferanten
Für den Auftraggeber
Das ivg.Produktzertifikat wird als eine der Baustoffeingangsprüfung gleichwertige Überwachung anerkannt. Mit Vorlage des ivg.Produktzertifikats entfällt die aufwändige Baustoffeingangsprüfung für den Geltungsbereich der ZTV E Stb.
OHNE ivg.Produktzertifikat verlangt der Auftraggeber folgende Nachweise für die auf eine Baustelle gelieferte Ware:
Bei hohen Sicherheitsanforderungen (Bewehrung oder alle anderen Anwendungen, wo das Langzeitverhalten des Produktes wichtig für die Sicherheit der Konstruktion ist.):
- 2 Prüfnachweise für Lieferungen bis 6.000 m²
- Jeweils 1 Prüfnachweis für weitere Lieferung bis 6.000 m²
Bei normalen Sicherheitsanforderungen (alle anderen Anwendungen):
- 2 Prüfnachweise für Lieferungen bis 10.000 m²
- Jeweils 1 Prüfnachweis für weitere Lieferung bis 10.000 m²
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GÜLTIGKEITSDAUER
Das ivg.Produktzertifikat ist maximal ein Jahr ab Ausstellungsdatum gültig oder bis es von der Zertifizierungsstelle für ungültig erklärt wird. Es erlischt sofort, wenn maßgebende technische Spezifikationen und/oder die Bedingungen der Herstellung des Bauproduktes geändert werden.
Nur die aktuell auf der ivg.Homepage eingetragenen Zertifikate sind gültig.
KOSTEN
Für das ivg.Produktzertifikat fallen folgende Gebühren an:
A. Gebühr für die Prüf- und Zertifizierungsstelle
Die Kosten für den Prüf- und Zertifizierungsaufwand werden individuell zwischen dem Auftraggeber und der Prüf- und Zertifizierungsstelle vereinbart.
Die Berechnung erfolgt durch die Prüf- und Zertifizierungsstelle direkt an den Auftraggeber und in der Regel direkt nach Ausstellung des Zertifikates.
B. Gebühr für den IVG als Eigentümer des ivg.Produktzertifikat - Zertifizierungssystems
Der IVG berechnet an die Firmen, deren ivg.Produktzertifikate auf der ivg.Homepage veröffentlicht sind, Zertifizierungsgebühren nach folgenden Regeln:
Basis ist die Anzahl der in einem Kalenderjahr auf der ivg.Homepage veröffentlichten Zertifikate.
- Der Mindestbetrag ist 750,00 €. Damit sind bis zu 5 Zertifikate abgegolten.
- Für jedes zusätzliche Zertifikat werden 150,00 € fällig.
- Für Firmen, die erstmalig ivg.Produktzertifikate beantragen wird eine einmalige Gebühr von 1.500 € fällig.
Diese vom IVG an den Zertifikatsinhaber berechneten Gebühren werden jeweils nach Ablauf eines Kalenderjahres fällig und zu Beginn des Folgejahres berechnet.
Beispiel 1 für IVG Gebühr:
- Im Jahr 2025 wurden 8 Zertifikate eines Auftraggebers auf der ivg.Homepage veröffentlicht.
- Der IVG berechnet 1.200 €.
- Hat der IVG für den Auftraggeber in 2025 erstmalig ivg.Produktzertifikate veröffentlicht, fällt zusätzlich eine einmalige Gebühr von 1.500 € an.
- Die Rechnung wird Anfang 2026 ausgestellt.
Beispiel 2 für IVG Gebühr:
- Im Jahr 2025 wurden 2 Zertifikate eines Auftraggebers auf der ivg.Homepage veröffentlicht.
- Der IVG berechnet die Mindestgebühr von 750,00 €.
- Hat der IVG für den Auftraggeber in 2025 erstmalig ivg.Produktzertifikate veröffentlicht, fällt zusätzlich eine einmalige Gebühr von 1.500 € an
- Die Rechnung wird Anfang 2026 ausgestellt.
Fazit
- Hersteller, deren Produkte der freiwilligen Überwachung gemäß den IVG-Empfehlungen unterliegen, können diese mit dem ivg.Qualitätssiegel kennzeichnen und gemeinsam mit der CE-Kennzeichnung ein ivg.Produktzertifikat bereitstellen.
- Auftraggeber erhalten einen unabhängigen Nachweis über die Einhaltung der im Produktdatenblatt angegebenen Eigenschaften.
- Für Auftragnehmer können kosten- und zeitintensive Nachweise der Baustoffeingangsprüfung entfallen.
Technische und normative Grundlagen
Hier finden Sie alle aktuell gültigen ivg.Produktzertifikate sowie Informationen zu den akkreditierten Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstellen. Sie bilden die Grundlage für eine unabhängige und nachvollziehbare Qualitätssicherung von Geobaustoffen.
Anwendungsnormen sind die Basis für CE-Zertifikate mit Leistungserklärungen, ohne die Geobaustoffe und verwandte Produkte in Deutschland nicht in den Verkehr gebracht werden dürfen. Sie beschreiben die zu prüfenden Eigenschaften, die erforderlich sind, für Geotextilien und verwandte Produkte in verschiedenen Anwendungen.
Konformitätsnachweisverfahren
Die europäischen Normen legen das Konformitätsnachweisverfahren im Anhang ZA fest. Für Geobaustoffe gilt das SYSTEM 2+. Es besteht aus folgenden Elementen:
- Konformitätsnachweisverfahren: 2+ (Konformitätserklärung des Herstellers)
- Aufgabe des Herstellers: Erstprüfung des Produkts (Typprüfung); kontinuierliche WPK
- Aufgabe der zugelassenen Stelle: Zertifizierung der WPK aufgrund von Erstinspektion des Werkes und der WPK sowie laufende Überwachung, Beurteilung und Anerkennung der WPK
Werkseigene Produktionskontrolle (WPK)
Unter der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) wird die ständige Eigenüberwachung der Produktion durch den Hersteller verstanden. Diese umfasst die Einrichtung des Systems der werkseigenen Produktionskontrolle sowie deren Dokumentation und Aufrechterhaltung.
Regelmäßige Probenahmen und Materialprüfungen werden nach diesem System ausschließlich im Verantwortungsbereich des Herstellers durchgeführt. Im System 2+ gibt es keine feststehenden Anforderungen an die Qualifikation und Kompetenz der Materialprüfstellen.
System zur freiwilligen Qualitätskontrolle
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Anforderung an die Erstinspektion aus der „Empfehlung ...”
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Anforderung an die laufende Überwachung aus der „Empfehlung ...“
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Übersicht Anwendungen und Normen
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Eigenschaften, die für die Anwendung erforderlich sind
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Zertifikate und Prüfstellen
Hier finden Sie alle aktuell gültigen ivg.Produktzertifikate sowie Informationen zu den akkreditierten Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstellen. Sie bilden die Grundlage für eine unabhängige und nachvollziehbare Qualitätssicherung von Geobaustoffen.
Weitere Informationen zum Download
Beispiel ivg-Produktzertifikat
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Rundschreiben des BVMBs vom 17.03.2011 zu Eigenüberwachungsprüfungen von Geobaustoffen
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Prüfung von Geobaustoffen nach den ZTV E-STB 09 (Bast / Blume)
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